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Dauergebrauchseigenschaften von PUR-Elastomeren für Schuhsohlen.

Für PUR-Schuhsohlenmaterialien (Bayflex® Footwear) ist neben dem Abrieb die Beständigkeit gegenüber dynamischer Wechselbelastung ein wichtiges Qualitätskriterium. Für diese Belastungsart stehen verschiedene Prüfmethoden zur Verfügung, die Branchen-typisch sind bzw. selbst entwickelt wurden.

Wechselbiegeprüfungen

Für jede Phase der Produktentwicklung steht eine spezielle Prüfmethode zur Verfügung. Bei allen Methoden wird die Rissentstehung bzw. Einstichaufweitung in Abhängigkeit von der Biegeanzahl gemessen, wobei definierte Bedingungen für Biegefrequenz, -winkel und –radius vorgegeben werden.

a) Rossflex-Methode – der Werkstoff bestimmt das Ergebnis.

Streifenförmige Probekörper
Temperaturbereich -30°C bis Raumtemperatur; bis zu 60.000 Zyklen
Messung Einstichaufweitung

b) PFI-Methode – Werkstoff und Sohlendesign bestimmen das Ergebnis.

Streifenförmige Probekörper oder komplette Schuhsohlen
Temperaturbereich –25°C bis Raumtemperatur; bis zu 60.000 Zyklen
Messung Einstichaufweitung, Beurteilung Schädigungsbild

c) Myrenne-Gerät – Sohlenwerkstoff, Sohlendesign und die gesamte Schuhkonstruktion bestimmen das Ergebnis.

Streifenförmige Probekörper, Schuhsohlen oder komplette Schuhe
Selbst entwickelte Kinematik (bis zu 90.000 Zyklen)
Messung Einstichaufweitung, Beurteilung Schädigungsbild

Prüfmethode zur Simulation des Gehens

Die Dauergebrauchseigenschaften von Schuhen, speziell der Tragekomfort, werden durch das Ermüdungsverhalten der verwendeten Materialien beeinflusst. Zur messtechnischen Erfassung dieses Parameters wurde eine Methode zur Gehsimulation entwickelt, die sowohl bei der Entwicklung von PUR-Zwischensohlenmaterialien als auch bei der Prüfung von kompletten Schuhen eingesetzt werden kann.

Der Gehsimulations-Test wird auf einer servo-hydraulische Prüfmaschine mit einem fersenähnlichen Druckkörper durchgeführt. Der Schuh wird im Absatz-Bereich einer kraftgeregelten dynamischen Druckbelastung mit bis zu 200.000 Lastwechseln (diese simulieren die einzelnen Schritte) ausgesetzt. Als Prüfergebnis erhält man das Federungs-Dämpfungs-Verhalten sowie die Stauchung der Sohle in Abhängigkeit von der Lastwechselzahl.