Neue Herausforderungen
Hiermit ist die Erfolgsgeschichte aber keineswegs zu Ende. Denn in der nordenglischen Industrieregion Yorkshire mit ihren erheblichen Bergschäden sind die Trinkwasserrohrleitungen an manchen Stellen sogar angebrochen. Eine weitere Herausforderung für Bayer MaterialScience.
Und so brachte das Erfinderunternehmen im Frühjahr 2005 in weniger als zwölf Monaten Entwicklungszeit ein neues, ebenfalls aliphatisches und lösemittelfreies Polyisocyanat-Prepolymer auf den Markt. Damit formuliert E. Wood seither ein speziell auf die anspruchsvolleren Erfordernisse abgepasstes Zweikomponenten-Polyurethan-Lacksystem für komplexe „Semi-Structural Linings“: Copon Hycote 169 HB. Mit fünf Millimetern Schichtdicke stabilisiert die selbsttragende Schutzbeschichtung nicht nur dauerhaft stark beschädigte Rohre - sie ist überdies elastisch genug, um unterirdische Rohrbewegungen auszugleichen.
Das Spritzsystem ist vom Drinking Water Inspectorate (DWI) zugelassen und es hat nicht den Hauch einer Beanstandung gegeben.
Bis zu 150 Meter lange Rohrleitungsabschnitte kann der Spritzroboter so täglich auf Vordermann bringen. Rekordverdächtig. Und patentrechtlich mehrfach abgesichert, versteht sich.
Für diese Technologie wurde der Kunde E.Wood mit dem Queens Award for Enterprise, der prestigeträchtigsten Auszeichnung für erfolgreiche britische Unternehmen, und das zuständige Bayer MaterialScience CAS Team mit dem Global Championscup - jeweils in der Kategorie Innovation - honoriert.
Eine gesunde Umwelt
Bayer MaterialScience und seine Kooperationspartner haben also reichlich Grund, auf all diese Erfolgsmeldungen anzustoßen. „Wir haben zusammen mit unseren Partnern eine innovative Technologie behutsam bis zur Marktreife entwickelt und zuerst in Großbritannien etabliert“, fasst Homann zusammen. „Beide Systeme werden nun in weiteren europäischen Ländern und danach auch weltweit eingeführt. Denn die Nachfrage steigt immens. Insofern ist das ein sehr gutes Beispiel dafür, wie eine neue Technologie uns und unseren Kunden neue Marktanteile sichern kann.“
Homann greift nach seinem Glas Wasser, zögert kurz und fügt nachdenklich hinzu: „Nun, abgesehen von Zukunftsmärkten und Wachstumschancen gibt es noch einen weitaus wichtigeren Aspekt: Gemäß der Unternehmensphilosophie „Science für a better Life“ geht es Bayer MaterialScience letztlich immer um den Menschen in einer möglichst gesunden Umwelt. Aber die lebenswichtige Bedeutung von Wasser wird von den meisten Menschen leider immer noch unterschätzt.“ Dann nimmt er einen kleinen Schluck.
Leverkusen, 2006-12-04
Im Beisein von Dr. Malte Homann von BMS (r.) übergibt Lord Crathorne (2. v. l.) den Queen's Award an Chris McDonnell (l.) und Dr. Ian Robinson von E. Wood Ltd.
Foto oben: Ein korrodiertes Rohr, durch das viel Wasser verloren geht.
Foto unten: Die 1, 5 Millimeter dicke Innenbeschichtung schützt und reinigt zugleich.
Bayer MaterialScience hat zusammen mit seinen Partnern eine innovative Technologie behutsam bis zur Marktreife entwickelt und zuerst in Großbritannien etabliert.

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